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Agrarförderungen sind ungerecht verteilt


31. August 2010

Blanik verlangt Verteilungsgerechtigkeit zu Gunsten der Kleinbauern

 

 

 

„Nichts Neues, aber endlich schwarz auf weiß zusammengefasst hat der Autor Hans Weiss die Tatsachen im Ungerechtigkeitsfeld Agrarförderungen", sagt SPÖ-Landtagsabgeordnete Elisabeth Blanik zur Präsentation des neuen Buches `Schwarzbuch Landwirtschaft´.

 

Mit Parteipropaganda hat dieses Buch wirklich nichts zu tun. Sämtliche Zahlen stammen aus öffentlich zugängigen Berichten und Datenbanken. Es ist eine objektive Zusammenstellung von Tatsachen, die jeder Bauer und jede Bäuerin lesen sollte, um zu erkennen wie sie von ihren Interessensvertretern über den Tisch gezogen werden. „Mit ihrem reflexartig vorgetragenen Schlagwort `Bauernhetze´ reagieren die oberen Bauernfunktionäre ähnlich kleinen Kindern, die beim Zündeln oder Schummeln erwischt wurden", meint Blanik.

 

Die Landwirte sollen Förderungen bekommen. Keine Frage. Aber diese Fördergelder sollen fair verteilt sein und nach oben hin gedeckelt. „Es kann nicht sein, dass sich die große Zahl der kleinen Bauern mit Almosen abspeisen lassen muss und Großunternehmer die Fördermillionen Säckeweise nach Hause tragen", wundert sich Blanik, dass die Klein- und Mittelständischen Bauern gegen diese Praxis noch nicht auf die Barrikaden gestiegen sind.

 

„Niemand will den Bauern, besonders den hart arbeitenden Kleinbauern, ihre Förderungen wegnehmen, jedoch sollten sich gerade diese überlegen, ob eine gerechtere Verteilung, eine Umverteilung zu ihren Gunsten, nicht eine erstrebenswerte Option für die Zukunft wäre", fordert Blanik und verlangt Steuergerechtigkeit (Einkommensteuer, Grundsteuer A+B) und eine faire Beteiligung der Landwirtschaft an den Sozialabgaben. „Denn es kann nicht sein, dass dies allein die Arbeitnehmer tragen und der Raiffeisenverband nahezu unversteuert Milliardengewinne einstreift", schließt Blanik.

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